Todlosigkeit -  solang wir leben, lebst du auch 

Fotoausstellung mit Performance und Taverne

Die ausgewählten Fotos von Manfred Jung orientieren sich formal an Gegensätzen wie schwarz - weiß, Licht - Schatten, antike Skulptur - moderne Plastik, klassische Kunst - moderne Technologie. Gestalten der griechischen Mythologie treten in Erscheinung - fragmentarisch, aufgebrochen. Dabei verbirgt sich hinter dem Sichtbaren das Unsichtbare, hinter der Abbildung die Idee.

Die Fotos werden mit Texten von Aischylos kombiniert, die bis heute nichts an Aktualität eingebüßt haben und ebenso wie die Skulpturen der Antike ´unsterblich` sind. Bei der Textauswahl geht es Burgunde Niemczyk nicht um die direkten Bezüge der Fotos zur griechischen Tragödie oder um eine inhaltliche Korrespondenz. Die Textfragmente stehen vielmehr für sich und bilden These und Antithese zu den Fotos.  

Die Performancekünstlerin Brigitte Leistikow führt das Publikum in dramatischer Form durch die Ausstellung. Sie setzt mit Mitteln der Sprache, des Theaters und des Tanzes eigene Akzente zu den Fotos und Texten und verlebendigt diese. Der Betrachter wird hautnah mit einbezogen und das, was ihn bewegt hat, kann er in der zum Konzept der Ausstellung gehörenden Taverne - Gestaltung - Gisela Preuß - bei Wein und kulinarischen griechischen Köstlichkeiten mit anderen Ausstellungsbesuchern austauschen und diskutieren. Die Taverne ist der gesellige und kommunikative Teil der Ausstellung, ganz im Sinne griechischer Tradition.

Gemäß der sokratischen Philosophie, dass nichts ohne sein Gegenteil existiert, geht es den Künstlern um die Darstellung von These - Antithese, Leben - Tod, Unsterblichkeit  - Vergänglichkeit. "Eine Ausstellung, die unter die Haut geht und satt macht." " Die Ausstellung ist schrecklich schön!"

Diese Arbeit läßt sich auch an anderen Orten realisieren.  Kontakt: Brigitte Leistikow

Das projektHaus Leistikow zeigte diese Arbeit vom 3.10. - 12.10. 2003


 

Hörbeispiel aus der Performance

Die Choephoren ( Elektra )